Pfefferspray

Pfeffer hat unbestreitbare Vorzüge in der Küche. Warum wird sie dann hier im Kapitel über Sicherheit erwähnt?
Weil Ihre Sicherheit auf dem Spiel steht. Zunächst einmal eine kleine Erinnerung an die Gesetze in der Schweiz und in Frankreich. Für andere Länder erkundigen Sie sich bitte online oder bei der Polizei.

Das Gesetz in der SCHWEIZ


Waffenrecht - Was ist eine Waffe in der Schweiz?
Sie können nicht einfach nach Belieben Waffen kaufen, Sie brauchen eine Genehmigung, um eine Waffe zu erwerben.
Gemäß Artikel 4 des Bundesgesetzes über Waffen ist eine Waffe
- Geräte, die dazu bestimmt sind, die menschliche Gesundheit durch Versprühen oder Verdampfen von Substanzen dauerhaft zu schädigen
Es stellt sich nun die Frage, ob dies auch für Pfefferspray gilt. Um diese Frage zu beantworten, müssen wir wissen, welcher Wirkstoff in Pfeffersprays enthalten ist, die Capsicum-Oleoresin (CO) enthalten.


Art. 1 der Waffenverordnung besagt:
Selbstverteidigungssprays, die die reizenden Substanzen enthalten, gelten gemäß Anhang 2 als Waffen."

Das Folgende finden Sie in Anhang 2:
Die folgenden Stoffe gelten als Reizstoffe:
CA (Brombenzylcyanid) ;
CS (o-Chlorbenzylidenmalononitril);
CN (ù-Chloracetophenon);
CR (Dibenz(b,f)-1,4-oxazepin)
Pfeffersprays enthalten keinen der oben genannten Wirkstoffe, sondern das oben erwähnte OC.

Pfefferspray gilt in der Schweiz nicht als Waffe! Andererseits :
Pfefferspray unterliegt der Gesetzgebung für Chemikalien. Wenn man es richtig liest, fallen Pfeffersprays unter das Chemikaliengesetz - schließlich handelt es sich um eine gefährliche Substanz, für die bestimmte Sicherheitsvorschriften notwendig sind.
Als privater Nutzer und Käufer hat die Chemikaliengesetzgebung keinen direkten Einfluss. Aber eine indirekte...
Pfefferspray darf nur an Personen abgegeben werden, die volljährig und voll geschäftsfähig sind (Art. 64 ChemV)
Pfeffersprays in Verpackungen, die nicht darauf hinweisen, dass es sich um ein Produkt zur Selbstverteidigung handelt, sind nicht erlaubt. Insbesondere ist ein Abwehrspray, das als Kugelschreiber, Feuerzeug, Schlüsselanhänger oder anderer Gegenstand getarnt ist, nicht erlaubt.
Pfefferspray-Gesetz - was erlaubt ist und was nicht
Bevor Sie Ihr Pfefferspray in einem Notfall einsetzen, sollten Sie das Strafgesetzbuch kennen.
Sie können Ihr Pfefferspray in den folgenden Fällen einsetzen:
In Notwehr, d.h. wenn Sie selbst unberechtigt angegriffen werden oder direkt von einem Angriff bedroht sind.
Als Hilfe für eine Person in Gefahr, d.h. eine andere Person wird unberechtigt angegriffen oder direkt von einem Angriff bedroht und Sie wollen helfen.
Es gibt also einige Dinge zu beachten, wenn Sie Pfefferspray kaufen und verwenden.

Das Gesetz in FRANKREICH

FRANZÖSISCHE GESETZGEBUNG UND TRÄNENGASKANISTER
Die Wahl eines Verteidigungssprays sollte nicht willkürlich erfolgen. Da Anti-Aggressionssprays als Waffen betrachtet werden, ist ihr Verkauf an Minderjährige verboten. Außerdem ist das Fassungsvermögen eines Tränengasbehälters ein entscheidender Faktor für seine Klassifizierung. Ein Anti-Aggressionsspray mit einem Fassungsvermögen von bis zu 100 ml fällt in die Kategorie D (früher Kategorie 6). Sie ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Verteidigungssprays mit mehr als 100 ml Inhalt sind dagegen ausschließlich Profis vorbehalten: Sicherheitsbeamten, Polizisten, CRS, Gendarmen usw.

IST ES ERLAUBT, AUF DER STRASSE EIN ABWEHRSPRAY ZU VERWENDEN?
Es ist wichtig zu wissen, dass das Gesetz das Tragen und den Transport einer Waffe, wie z.B. eines Tränengaskanisters, ohne legitimen Grund verbietet. Die Beurteilung dieses berechtigten Grundes liegt im Ermessen der Polizei während einer Kontrolle. Im Falle eines Rechtsstreits kann die Angelegenheit vor einen Richter gebracht werden. Die Aktivierung eines Verteidigungssprays muss im Rahmen der legitimen Verteidigung erfolgen. Insbesondere muss es eine unmittelbare Reaktion auf den Angriff sein. Tränengaskanister haben sich als wirksam erwiesen, wenn es darum geht, einen Angriff zu stoppen und den Angreifer in die Flucht zu schlagen oder einen Einbruch mit anschließendem gewaltsamen Raubüberfall an einem privaten Ort abzuwehren. 

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Warum Pfefferspray?

Wenn Sie sich während eines Angriffs in Ihrem Wohnmobil befinden, gibt es je nach den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln mehrere Verhaltensweisen.

Die wirksamste
Ein Hund! PAradoxerweise hat dieses Tier die Kraft, Diebe mit seinem Knurren abzuschrecken. Wenn Sie sich im Haus befinden und die Jalousien zugezogen sind, können Sie auch Aufnahmen von einem knurrenden und bellenden Hund machen. Es ist eine Abschreckung. Einfacher und weniger restriktiv.

 

Das Gefährlichste
Eine Waffe zur Hand zu haben! Ich mache keine Witze, manche Leute haben eine. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch illegal. Genau wie Baseballschläger. Wenn Sie einen Räuber verletzen, bevor er Sie berührt hat, werden Sie wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt.

Die größte Abschreckung
Pfefferspray ist legal und sehr wirksam. Wir haben drei davon. Einer neben dem Fahrersitz, einer neben der Haupteingangstür und einer an der Wand des Zimmers. Alles mit Klettverschluss befestigt.

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